Kalte Nahwärme – CO2-freie Wärmeversorgung 

Die Wärmeversorgung der Zukunft ist kalt: Kalte Nahwärme ermöglicht die Umsetzung CO2-freier Quartiere. Zusätzlich profitieren Sie von staatlichen Fördergeldern.  

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Foto: Stadtwerke Bad Nauheim

Sie möchten ein Quartier mit kalter Nahwärme versorgen?

Um ein Quartier oder Wohnviertel mit kalter Nahwärme zu versorgen und effizient zu betreiben, ist es wichtig, dass die Energiezentrale ebenfalls effizient arbeitet. Dazu benötigen Sie einen Partner, der über ausreichend Kenntnisse und praktische Erfahrung mit dem System kalte Nahwärme verfügt.

Und hier kommen wir ins Spiel: die enisyst GmbH war bereits sehr früh bei einem der ersten realisierten kalten Nahwärmeprojekte in Wüstenrot involviert. Hierbei haben wir die Steuerung und das Monitoring der dezentralen Wärmepumpen und des Geothermiekollektors übernommen. Durch die Kopplung mit dem EU-Projekt Sim4Blocks konnte enisyst erste praktische Erfahrungen im netzdienlichen Betrieb von dezentralen Wärmepumpen und deren Anbindung an Aggregatoren und die Netzleittechnik sammeln.

In Bad Nauheim (Projekt KNW-Opt) steuert enisyst aktuell nicht nur die Geothermiezentrale mit Wärmenetzpumpen und Ventilen, sondern bindet auch die Wärmepumpensteuerung der 140 Wohngebäude an die intelligente Quartiersleittechnik an.

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Kalte Nahwärme – Hintergrund:

Durch die CO2-Bepreisung oder CO2-Steuer wird Heizen teurer – zumindest für Haushalte und Industriegebäude, die fossile Brennstoffe wie Erdgas oder Heizöl dafür einsetzen. Immer mehr Neubauten setzen daher Wärmepumpen als Heizsystem ein. Ein ganzes Baugebiet für die effiziente Nutzung von Wärmepumpen vorzubereiten ist das Ziel von kalten Nahwärmenetzen, die nahe der Erdreichtemperatur betrieben werden. Die Wärmepumpen in den angeschlossenen Gebäuden nutzen diese kalte Wärme und heben durch Zufuhr von Strom die Temperatur auf ein für Heizzwecke und die Warmwasserbereitung notweniges Niveau an und das bei sehr hohem Wirkungsgrad. Nur etwa ein Fünftel kWh Strom wird pro kWh bereitgestellter Wärmeenergie benötigt. Bauherren profitieren durch die CO2-freie Wärmebereitstellung (bei Ökostrom) außerdem von hohen Förderzuschüssen für Ihre Gebäude. Und es kommt noch besser: Das ganze System kann im Sommer auch zur freien Kühlung der Gebäuden direkt über das Erdreich genutzt werden.

Was bedeutet kalte Nahwärme?

Kalte Nahwärmenetze sind Wärmenetze, die auf einem Temperaturniveau nahe der Erdreichtemperatur betrieben werden. Dadurch lässt sich die Erschließung von Erwärme zentralisieren. Das Konzept der Kalten Nahwärme nutzt die konstante Bodentemperatur von 10 Grad Celsius, die in bestimmten Bodentiefen ganzjährig vorherrscht, zur Wärmegewinnung.
Die Erdwärme wird mithilfe von 1,5 bis 3 Meter tief eingelassenen Bodenkollektoren oder durch  Erdsonden erschlossen. Außerdem können  verschiedene andere Niedertemperaturwärmequellen wie Grundwasser, Flusswasser und Abwärme z.B. aus Kühlprozessen oder Abwasserleitungen eingebunden. Auch Wärme aus thermischen Solarkollektoren oder PVT-Kollektoren lässt sich hervorragend einbinden. Über unterirdisch verlegte Leitungen wird die Erdwärme auf die Grundstücke im Wohngebiet verteilt und an die dezentralen Wärmepumpen in den Gebäuden angeschlossen.
Besonders vorteilhaft ist es wenn in einem Baugebiet sowohl Heiz- als auch Kühlanwendungen (wie beispielsweise ein Supermarkt oder ein Rechenzentrum) befinden. In diesem Fall können sich diese Systeme über das kalte Nahwärmenetz gegenseitig unterstützen. Im Vergleich zu klassischen Wärmenetzen entstehen bei kalter Nahwärme keine Wärmeverluste. Im Gegenteil: das Wärmenetz wirkt hier als Teil des Bodenkollektors!

Kalte Nahwärme wird staatlich gefördert

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert Machbarkeitsstudien und die Realisierung von Wärmenetzsystemen 4.0. Die Förderung kann auch für kalte Nahwärme gewährt werden. Die Machbarkeitsstudie sollte bei geringeren Temperaturen nachweisen, dass dadurch Kosten, Energie oder CO2-Emissionen eingespart werden. 

Wir haben die Kompetenz, kalte Nahwärme effizient einzusetzen:

Durch die Erfahrung aus Forschungsprojekten in Bad Nauheim und Wüstenrot wissen wir, wie man Quartiere und Wohnviertel
effizient mit kalter Nahwärme versorgen kann.

Die Vorteile von kalter Nahwärme für Planer:

  • CO2-emissionsfrei
  • Hohe Energieeffizienz
  • Verwendung von regenerativen Energien
  • Naturkühlung
  • Keine Feinstaubbelastung
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Foto: Stadtwerke Bad Nauheim

Alles aus einer Hand:

Konzeption & Planung

Wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen und Partnern aus unserem Netzwerk das Konzept für die Wärmeversorgung im Quartier mit kalter Nahwärme. Dadurch können wir die richtigen Experten für Ihren Anwendungsfall vermitteln, sei es zum Thema Erdreichkollektoren, PVT-Kollektoren Abwasserwärmenutzung oder Abwärme aus Kühlprozessen.

Betriebsführung & Überwachung

Unser modulares System ist Leittechnik-, Energiemanagement- und Betriebsführungssystem in einem und als Web-Applikation von überall verfügbar. Über Nutzerprofile kann die Zugriffstiefe für verschiedene Nutzergruppen definiert werden.

Informationssystem App

Unsere App versorgt Bewohner bzw. Gebäudenutzer im Quartier mit Informationen und Empfehlungen zum individuellen Energieverbrauch oder zum Ladezustand ihrer Elektrofahrzeuge. Aktuelle Hinweise zu Müllabfuhr, Veranstaltungen und lokale Wettervorhersagen sind weitere Zusatznutzen der App, die den Quartiersbewohnern zugute kommen.

Sub-Metering & Mieterstrom

Unser System erfasst alle abrechnungsrelevanten Daten, bereitet sie auf und stellt sie gesammelt zur Verfügung. Bei der Umsetzung von Mieterstrom unterstützen wir Sie bei der Entwicklung und Umsetzung des optimalen Messkonzepts.

Unsere Referenzen im Bereich kalte Nahwärme

Durch unser Mitwirken an zahlreichen Forschungsprojekten verfügen wir über umfangreiches Expertenwissen rund um die kalte Nahwärme. Anhand von folgenden Beispielen können Sie sich ein Bild davon machen.
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Kaltes Nahwärmenetz in Wüstenrot

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Größtes Kollektorfeld für kalte Nahwärme in Bad Nauheim